Warum Food-Fotografie für Restaurants keine Option mehr ist

Letzten Frühling schickte uns ein Koch aus Klagenfurt seinen Instagram-Account und fragte halbernst, warum das Essen in seiner Küche besser aussieht als am Bildschirm. Der Grund waren Deckenlampen, eine Handykamera und dreißig Sekunden zwischen den Gängen - die Gerichte selbst waren ausgezeichnet, wir haben sie probiert.

Ähnliche Geschichten hören wir seit ein paar Jahren - von Cafés am Alter Platz bis zu familiengeführten Gasthäusern am Wörthersee. Die Küche ist gut, im Gastraum herrscht Atmosphäre, aber auf Instagram geht das irgendwie verloren. Meistens reicht ein einziger Shooting-Tag, um das zu beheben.

Warum wir am liebsten außerhalb der Servicezeiten fotografieren

Live-Aufnahmen funktionieren gut für Atmosphäre. Aber wenn es um die Gerichte selbst geht, ist es besser, ein paar ruhige Stunden vor der Öffnung zu haben - keine Gäste im Gastraum und kein Zeitdruck.

Im Giovanni Restaurant im Hotel Dermuth bekamen wir 4 Stunden vor dem Abendservice. Der Koch arbeitete nach unserem Plan - welches Gericht zu welcher Minute - und wir stellten das Licht einmal ein und ließen es so. Wir haben Fotos und Video in einer einzigen Session aufgenommen. Der Abendservice wurde überhaupt nicht beeinträchtigt, und die Küche musste sich nicht zwischen Gästen und Kamera aufteilen.

Wann Live-Aufnahmen besser funktionieren

Manchmal ist es genau umgekehrt. Bei einem Dinner mit einem Sternekoch in La Bottega musste nichts inszeniert werden - gebraucht wurden die Reaktionen der Gäste, Bewegung im Raum und die Gerichte genau im Moment des Servierens. Der Videograf und ich bewegten uns parallel durch den Raum: Ich fotografierte die Teller zwei bis drei Sekunden bevor sie die Küche verließen, der Videograf fing Nahaufnahmen der Gesichter und die Gesamtatmosphäre ein. Bei solchen Shootings entsteht Material, das man in einer inszenierten Aufnahme nicht reproduzieren kann.

Foto und Video an einem Tag

Viele Agenturen teilen Foto und Video auf zwei Shooting-Tage auf. Das funktioniert bei uns nicht - zu viel doppelte Arbeit. Zweimal das Team zusammenstellen, zweimal mit der Küche abstimmen, zweimal das Licht aufbauen, und dann stimmt die Farbe auf den Reels trotzdem nicht mit der Farbe im Feed überein, weil an verschiedenen Tagen unter anderem Licht gedreht wurde.

Bei uns arbeiten Fotograf und Videograf parallel am selben Set. Am Ende des Tages hat das Restaurant Hero-Aufnahmen für die Speisekarte, vertikale Clips für Reels und TikTok, Behind-the-Scenes-Material und Nahaufnahmen für Stories - in der Regel genug für einen Monat Content.

Warum Ihr Feed wie aus einem Guss aussehen sollte

Wenn Fotos, Reels und Stories zu verschiedenen Zeiten von verschiedenen Leuten aufgenommen werden, sieht man das ab dem ersten Swipe: Farben springen, der Ton der Gerichte wechselt von kühl zu gelb, das Plating wird aus uneinheitlichen Winkeln gezeigt. Ein Follower wird nicht formulieren, was falsch ist, aber schneller weiterscrolleln.

Wenn wir das Shooting von Anfang an übernehmen, sind Farbpalette und Licht vorab festgelegt, und jedes Bild folgt derselben Logik vom ersten Teller bis zum letzten. Einen Monat später erkennt ein Follower Ihren Account im Feed immer noch - auch wenn er sich nicht erinnert, wem er gehört.

Auf Wunsch können wir auch die laufende Betreuung übernehmen: Shooting-Planung rund um das Saisonmenü, Beitragsstruktur und Posting.

Was Sie vor dem Shooting vorbereiten sollten

Je ruhiger die Küche während des Shootings ist, desto besser das Ergebnis. Am praktischsten sind 2-4 Stunden vor der Öffnung oder die Pause zwischen Mittags- und Abendservice - da passt fast jeder Plan hinein. Wenn Sie für das Shooting einen Service opfern müssen, lohnt sich das in der Regel um ein Vielfaches.

Vor dem Shooting ist es hilfreich, eine Liste zusammenzustellen: welche Signature-Gerichte fotografiert werden, welche Getränke, ob Aufnahmen vom Koch und Team benötigt werden, ob das Interieur wichtig ist. Wenn Sie möchten, erstellen wir diese Liste gemeinsam - wir haben fertige Vorlagen für Cafés, Restaurants und Weinbars, mit denen sich leicht ein Zeitplan erstellen lässt.

Wenn Sie möchten, dass Ihr Restaurant im Feed genauso gut aussieht wie auf dem Teller - schreiben Sie uns. Wir kommen vorbei, schauen uns den Raum an, probieren ein paar Gerichte und sagen Ihnen ehrlich, ob es Sinn macht, jetzt zu shooten oder auf das nächste Saisonmenü zu warten.

  • In 3-4 Stunden vor dem Service - bis zu 12 Gerichte aus zwei bis drei Winkeln plus Getränke und Interieur. Ein ganzer Tag deckt 20-22 Gerichte ab. Am einfachsten ist es, die Kernpositionen zu fotografieren und saisonale Updates einmal pro Quartal nachzuschießen.

  • Das komplette Paket mit Retusche und Videoschnitt - 5-7 Werktage. Wenn es eine konkrete Deadline gibt (Eröffnung, Menüwechsel), passen wir uns an.

  • Im Restaurant. Essen sieht überzeugender dort aus, wo es tatsächlich serviert wird - mit Ihrem Geschirr, Ihrem Tisch, Ihrem Fensterlicht. Studio-Food-Shootings machen Sinn für Verpackung oder Werbung, aber für die Speisekarte und Social Media des Restaurants - on Location funktioniert besser.

  • Ein 3-4-stündiges Shooting deckt in der Regel 4-6 Wochen ab: Fotos für den Feed, vertikale Clips für Reels, Nahaufnahmen für Stories, Aufnahmen mit dem Team. Bei 3-4 Posts pro Woche reicht der Content etwa sechs Wochen.

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